Gottes Umzug ins Ich – Gedankenaustausch mit dem Autor Malte Nelles

Gott ist nicht tot, wie Nietzsche seinen „Zarathustra“ behaupten ließ. Er ist umgezogen ins menschliche Ich. Die Folge hiervon ist die psychische Überforderung des modernen Menschen, die ihren Ausdruck im drastischen Anstieg seelischen Leidens in der heutigen Zeit findet. In seinem Buch „Gottes Umzug ins Ich“ geht Malte Nelles tieferen historischen und kulturellen Gründen für die heutige Situation des Menschen nach und versucht, nicht nur eine neue Perspektive für die Psychologie zu entwickeln, sondern ebenso Inspiration für persönliche Lebensfragen zu geben.

Lieber Malte Nelles, die Grundidee Ihres Buches „Gottes Umzug ins Ich“ hat mich sehr an einen Text von C.G. Jung erinnert, der sinngemäß lautet: „Das Problem des Menschen des 19. Jahrhunderts war, daß Gott tot war. Hatten doch Aufklärung und Wissenschaft viele göttliche Mysterien entschlüsselt und dem gläubigen Menschen sein Lebensfundament geraubt. Das Problem des Menschen des 20. Jahrhunderts war in der Folge, daß der Mensch (innerlich) tot war. Und ein Mensch, der keinen tieferen Sinn im Leben sucht, tut alles, um dieses sinnlose Leben schnellstmöglich zu beenden.“ Wenn wir das 20. Jahrhundert betrachten mit zwei Weltkriegen, dem Wettrüsten, der Atombombe und anderem mehr, scheint an dieser These etwas dran zu sein. Oder wie sehen Sie das?

Das vollständige Gespräch findet sich auf Seite 46 – 49 im Naturscheck-Magazin.

Gottes Umzug ins Ich – Gedankenaustausch mit dem Autor Malte Nelles