Hauptstufe

Hauptstufe

Die Hauptstufe unserer Aus- und Weiterbildung vermittelt das gesamte Spektrum der am Nelles-Institut entwickelten phänomenologischen Psychologie. Dies schließt ein:

  • Das Modell der Lebens- und Bewusstseinsstufen und die hieraus entwickelte Praxis des Lebensintegrationsprozesses (LIP)
  • Die Aufstellungsmodelle des Beziehungsintegrationsprozesses (BIP), der Symptombetrachtung und der Selbstbetrachtung
  • eine tiefenpsychologisch-phänomenologische Therapie und Aufstellungsarbeit
  • die gesamte in unseren Büchern und Aufsätzen entwickelte Psychologie und Lebenshaltung, die sich fortwährend weiterentwickelt

Inhaltlich schöpft unsere Arbeit aus

  • der Aufstellungspraxis und dem Werk Bert Hellingers
  • der Tiefenpsychologie in der Tradition von C.G. Jung und vor allem seiner Schüler James Hillman und Wolfgang Giegerich
  • östlichen Weisheitslehren, z.B. dem Daoismus, Zen-Buddhismus und den Schriften Oshos
  • westlichem Denken in Philosophie, Soziologie und Psychologie

Persönlich wirken wir aus

  • der Vater-Sohn-Beziehung, die den Geist unserer Ausbildung prägt
  • der Lebenswirklichkeit eines alten Mannes und eines Mannes, der in der Lebensmitte steht
  • gemeinsam fast 60 Jahren therapeutischer Erfahrung und ebenso vielen Jahren an lebendiger Reflektion und Vermittlung unserer Erfahrungen und Ideen in Weiterbildungen
  • unseren mit zum Teil schwierigen Brüchen gesegneten Lebenswegen
  • einer Freundschaft mit den mitwirkenden Gastdozenten, die der Ausbildung eine fachliche und charakterliche Vielfalt geben

In der Ausbildung lernen und verinnerlichen Sie

  • eine phänomenologische Haltung in der Therapie, Beratung und Aufstellungsarbeit. Die Phänomene entscheiden, wohin es geht, nicht wir
  • die Theorie und Aufstellungspraxis mit den von uns entwickelten Modellen
  • eine Psychotherapie als Heilkunde der Seele, die den Menschen als natürliches und geistiges Wesen begreift
  • die Praxis einer „erwachsenen“ Aufstellungsarbeit, die ohne Dramatisierung auf Einsicht, Bewusstheit und Herzensschulung wirkt
  • eine Befassung mit den existenziellen Fragen des Menschseins hinsichtlich des Verhältnisses von Natur und Kultur, Individuum und Kollektiv, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Gott und Welt
  • einen Umgang mit sich selbst, der das berufliche und persönliche Leben vieler vorangegangener Teilnehmer tiefgreifend verändert hat
  • kein rationalisiertes Skilltraining, sondern eine langfristig wachsende Schulung der wertvollsten Instrumente in der Arbeit mit Menschen: Ihres Geistes (Bewusstseins) und Ihres Herzens

Aufbau

Die Struktur der Hauptstufe besteht aus zehn 4-tägigen Blöcken und einer einwöchigen Sommerakademie. Der Gesamtumfang der Ausbildung beträgt 47 Tage über einen Zeitraum von fast drei Jahren.

Zielgruppe

Die Ausbildung richtet sich an Menschen, die mit Menschen arbeiten. Neben den Absolventen unserer Grundstufe und Teilnehmern mit adäquaten fundierten Erfahrungen in der Aufstellungsarbeit betrifft dies z.B. Therapeuten, Ärzte, Berater, Pädagogen, Sozialarbeiter und Menschen, die in der freien Wirtschaft arbeiten.

 

Termine Kurs VIII (2025 – 2027)

2025
13.03. – 16.03.2025 Modul 1: Einführung / Stufe 1, Wilfried & Malte Nelles
11.07. – 19.07.2025 Sommerakademie „Seele“, Wilfried & Malte Nelles, Thomas Geßner
20.11. – 23.11.2025 Modul 2: Stufe 2 und 3, Wilfried Nelles

2026
19.02. – 22.02.2026 Modul 3: Der BIP – Sex, Liebe und Paarbeziehung, Malte Nelles
14.05. – 17.05.2026 Modul 4: Coaching, Organisationsberatung und Supervision, Coen Aalders
03.09. – 06.09.2026 Modul 5: Erwachsensein – Das Selbst-Bewusstsein, Wilfried Nelles
17.12. – 20.12.2026 Modul 6: Trauma und Spiritualität, Thomas Geßner

2027
04.03. – 07.03.2027 Modul 7: Neurose und tiefenpsychologisch-phänomenologische Therapie, Malte Nelles in Marmagen
10.06. – 13.06.2027 Modul 8: Stufe 5, 6 und 7, Wilfried Nelles
16.09. – 19.09.2027 Modul 9: Das Leben spricht über sich selbst. Phänomenologische Therapie, Malte Nelles
09.12. – 12.12.2027 Modul 10: Das Leben geschieht. Spiritualität, Wilfried Nelles & Malte Nelles in Marmagen

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Termine Kurs IX 2027 – 2030

2027
07.10. – 10.10. Modul 1: Das Modell der Lebens- und Bewusstseinsstufen und der Beginn des Lebens
, Wilfried & Malte Nelles

2028
20.01. – 23.01. Modul 2: Kindheit und Jugend, Wir- und Ich-Bewusstsein
, Malte Nelles, in Marmagen
11.05. – 14.05. Modul 3: Erwachsensein, die phänomenologische Haltung und das Männliche
, Wilfried Nelles
08.07. – 15.07.: Sommerakademie (Thema wird noch bekannt gegeben)
, Wilfried & Malte Nelles, ggf. mit Gastdozenten
26.10. – 29.10. Modul 4: BIP: Liebe, Sex und Paarbeziehung, Malte Nelles

2029
15.02. – 18.02. Modul 5: Frühes Alter, Archetypen und das Weibliche, Petra Pejchalová & Anne Peterson
31.05. – 03.06. Modul 6: Symptome, Neurose und Heilung, Malte Nelles
18.10. – 21.10. Modul 7: Organisation, Führung und Coaching, Coen Aalders

2030
10.01. – 13.01. Modul 8: Alter und Spiritualität,Wilfried Nelles & Ruedi Eggerschwiler
02.05. – 05.05. Modul 9: Das Selbst und phänomenologisch-tiefenpsychologische Therapie, Malte Nelles
12.09. – 15.09. Modul 10: Ende der Ausbildung, Wilfried & Malte Nelles

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Kurszeiten

Do.-Sa. 10-18 Uhr, So. 10-15 Uhr
(Ausnahme Sommerakademie)

Preis

7.400 €
Frühbuchertarif bis zum 28.02.2027: 6.900,- €
Tarif für Absolventen unserer Grundstufe (in Deutschland): 6.900,- €
Informationen zu verschiedenen Fördermöglichkeiten finden Sie hier.

Zahlungsoptionen:
Sie zahlen in einem Betrag innerhalb von 2 Wochen nach Erhalt der Rechnung, oder Sie zahlen in sieben Raten:
1. Rate 1.400 € bei Anmeldung
2. Rate 1000 € bis zum 01.10.2027
3. Rate 1.000 € bis zum 31.12.2027
4. Rate 1.000 € bis zum 30.06.2028
5. Rate 1.000 € bis zum 31.12.2028
6. Rate 1.000 € bis zum 30.06.2029
7. Rate 1.000 € bis zum 31.12.2029

Für eine individuelle Vereinbarung sprechen Sie uns gerne an. Eine zeitnahe Anmeldung wird empfohlen, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist und vorangegangene Ausbildungskurse ausgebucht waren.

Zur Anmeldung

Veranstaltungsorte

Dorfsaal
Bahnhofstr. 12
53947 Nettersheim

Als „in Marmagen“ gekennzeichnete Module:
Schützenhaus
Hermann-Löns-Weg 5
53947 Nettersheim-Marmagen

 

Anerkennung und Förderung

  • Die Hauptstufe der Ausbildung ist gemäß den Weiterbildungs-Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS) anerkannt. Nach Abschluss der Weiterbildung können die Teilnehmer bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen (siehe Anerkennungskriterien DGfS) ihre Anerkennung als Systemaufsteller-in (DGfS) bei der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS) beantragen.
  • Die Ausbildung in Nettersheim erfolgt in Kooperation mit dem Bildungswerk Nettersheim, einem offiziell anerkannten Weiterbildungsträger (DIN EN ISO 9001:2015). Sofern Sie bei Ihrem Arbeitgeber einen Anspruch auf Bildungsurlaub haben, können Sie diesen durch unsere Weiterbildung geltend machen. Ansprechpartner ist Herr Düx, Tel. 02486 – 203014.
  • Die Bezirksregierung Köln hat unsere Aus- und Weiterbildung als berufsqualifizierende Maßnahme anerkannt. Unter anderem bedeutet dies, dass Sie einen Bildungsscheck beantragen können, sofern Sie dafür die persönlichen Bedingungen erfüllen und sofern der Bildungsscheck auch in den folgenden Jahren beibehalten wird.

 

Inhalte

Die Struktur der Weiterbildung folgt dem Verlauf der menschlichen Lebens- und Bewusstseinsentwicklung. Theorie, Methode und Praxis gehen dabei Hand in Hand.

Modul 1
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“
Das Modell der Lebens- und Bewusstseinsstufen und der Beginn des Lebens

Wilfried & Malte Nelles

  • Das Innen und Außen des Lebens – Bewusstseins- und Lebensstufen
  • Persönliche und kollektive Bewusstseinsentwicklung
  • Leben als persönlicher und unpersönlicher Prozess
  • Die vorgeburtliche Lebensstufe und das symbiotische Bewusstsein
  • Der Weltbezug des Ungeborenen 1: Symbiotisches Einheitsbewusstsein
  • Der Weltbezug des Ungeborenen 2: Mitschwingen und spüren
  • Die Geburt als „Weltenwechsel“ (L. Janus) und Tor zum Leben
  • Geburtstrauma und pränatale Traumata
  • Einzigartigkeit und persönliches Wesen
  • Die „Eicheltheorie“ (J. Hillman)
  • Verschmelzungssehnsucht oder die Prä-Trans-Verwechslung (K. Wilber)

Modul 2
Die zwei Leben des Kindes und das Nein der Jugend
Kindheit und Jugend, Wir- und Ich-Bewusstsein

Malte Nelles

  • Die Familie als zweiter Mutterleib
  • Potential und Umwelt
  • „Die zwei Leben des Kindes“ (J. Hillman)
  • Bewusstsein und Spiegelung – Wie Kinder lernen
  • Zweierlei Bindung: Existenzielle Bindung (B. Hellinger) und gewachsene Bindung (Bindungstheorie)
  • Das Gruppenbewusstsein: Kindliches Ich, Zugehörigkeit und kindliches Gewissen
  • Der Weltbezug des Wir-Bewusstseins: Fühlen
  • Einheit – Trennung – Bindung
  • Der Weltbezug des Ich-Bewusstseins: Denken
  • Das jugendliche Nein zu den Eltern
  • Adoleszenz als Krise
  • Die historische Erfindung der Jugend anstelle der Initiation
  • Der Lebensmodus im Ich-Bewusstsein: Auflehnen, kämpfen, erleben, Selbsterfahrung
  • Der Grundkonflikt des Jugendlichen: Freiheit, Abhängigkeit und Selbstwerdung
  • Statt „Charakterpanzer“ und „Masken“: Die Überlebensstrategien des Kindes und der gute Schutz des Selbst

Modul 3:
Die Bewegung des Lebens
Erwachsensein, die phänomenologische Haltung und das Männliche

Wilfried Nelles

  • Die geistige Geburt: Erwachsensein als Schritt ins Offene
  • Allein Sein und Zusammen Sein
  • Vom Ich-Bewusstsein zum Selbst-Bewusstsein (Ich – Selbst – Individuation)
  • Erwachsene Liebe als Liebe zur Wirklichkeit
  • Der Weltbezug des Erwachsenen: Wahrnehmung
  • Elternschaft oder die neue Bindung ans Leben
  • Einführung in die Phänomenologische Psychologie und Haltung
  • Verbundenheit, Verantwortung und Freiheit
  • Wie wird ein Mann ein Mann? oder: das Verlassen der Mutter und der Gang zum Vater
  • Die Aufgaben des Mannes: die Zerstörung des Alten, die Schaffung des Neuen und der Schutz des Lebens

Sommerakademie (Thema wird noch bekannt gegeben)
Wilfried & Malte Nelles, ggf. mit Gastdozenten

Modul 4
Die Seele der zwei
Der Beziehungsintegrationsprozess – Sex, Liebe und Paarbeziehung

Malte Nelles

  • Das Liebespaar
  • Theorie und Praxis des Beziehungsintegrationsprozess
  • Ich, Du, Wir – Individuation und Bindung
  • Paartherapie als „Begegnung seelischer Nacktheit“
  • Das Zusammensein von Sex, Liebe und Partnerschaft in der Paarbeziehung
  • Differenzierungstheorie (D. Schnarch / U. Clement)
  • Sex und Bindung, Sex und Risiko
  • Wachstum als Koevolution in intimen Beziehungen
  • Zeitgeschichtlicher Wandel der Paarbeziehung
  • Phänomene beim Paargeschehen: Außenbeziehungen, Trennung, Konflikte
  • Paarbeziehung und Familiendynamiken
  • Ordnung und Unordnung der Liebe (B. Hellinger)
  • Reifestufen und Wandlungen der Liebe und Paarbeziehung
  • Methodische Besonderheiten bei der Arbeit mit Paaren

Teilnehmer sind eingeladen, an einem ausgewählten Tag den Partner in die Gruppe mitzubringen, um gemeinsam die Praxis des BIP zu erleben.

Modul 5
Abschied und Ankunft
Frühes Alter, Archetypen und das Weibliche
Petra Pejchalová & Anne Peterson

  • Von der physischen zur geistigen Reproduktion
  • Der Weltbezug im Geist-Bewusstsein: Sehen
  • Die Früchte der eigenen Biographie
  • Versöhnung mit der eigenen Geschichte
  • Die eigene Endlichkeit als Lebenslehrerin
  • Leben ohne Werden-Müssen
  • Jenseits von richtig und falsch
  • Ankommen in der eigenen Wirklichkeit
  • Der Umgang mit den alten Eltern
  • Reife Paarbeziehung und Liebe: Liebe ohne Bedürftigkeit
  • Geistige Fruchtbarkeit – Das Leben nähren statt Leben hervorbringen
  • Die zyklische Natur der Frau: Frau als Natur und Erde
  • Wechseljahre als zweite Individuation
  • Theorie und Praxis des Aufstellungsmodels „Weibliche Archetypen“
  • Das Archetypenkonzept von Toni Wolff und andere Konzepte

Modul 6
Die sprechende Seele
Symptome, Neurose und Heilung
Malte Nelles

  • Woher und Wohin? – lebensgeschichtliche und potentialorientierte Betrachtung von Symptomen
  • Die psychologische Differenz von Ich und Seele
  • Die Unterscheidung von Psychosomatik und Somatopsychologie
  • Der symptomatische Eigenwille
  • Methodische Perspektiven: Psychologisierung, Personifizierung, Individualisierung und Kontextualisierung von Symptomen
  • Gottes Umzug ins Ich und seine Folgen
  • „Ich kann nicht anders“. Die Neurose als Schatten der Freiheit
  • Der moderne Mensch, „nicht Herr im eigenen Haus“ (S. Freud)
  • „Die Götter sind Krankheiten geworden“ (C. G. Jung)
  • Symptome und innere Konflikte (S. Freud, S. Mentzos), Symptome und persönliche Entwicklung (CG Jung), Symptome und Familiendynamik (B. Hellinger)
  • Ausgewählte Symptomatik: Depression, Essstörungen, Ängste, Zwänge, sexuelle Funktionsstörungen, Krebs
  • Qualitäten von Heilung: Offenheit, Mut, Realismus, Schmerzbereitschaft, Disziplin, Loslassen, Kapitulation

Modul 7
Arbeit und Liebe
Organisation, Führung und Coaching
Coen Aalders

  • Machbarkeit und Unverfügbarkeit in Beratung, Coaching und Supervision
  • Auftragsklärung
  • Phänomenologie im Organisationskontext: Präsenz und Rezeptivität
  • Ziele, Visionen, Werte in Organisationen
  • Führen und geschehen lassen
  • Organisationsberatung, Organisationsaufstellung und Lebensintegrationsprozess: Schnittstellen und Abgrenzungen
  • Geborene Gruppen und zweckorientierte Gruppen: Familienunternehmen und Unternehmerfamilie
  • Burnout, Konflikte, Stress etc.: Symptome und Dynamiken in Organisation
  • Profit und Non-Profit-Organisationen

Modul 8
Auf dem Weg ins Nichts
Alter und Spiritualität
Wilfried Nelles & Ruedi Eggerschwiler

  • Weisheit: Einklang mit der Schöpfung
  • Polarität und Einheit
  • Tod und Liebe
  • „Erleuchtung“
  • Philosophie und Praxis des Zen-Buddhismus
  • Meditation
  • Östliche und westliche Weisheit
  • Stilles Sitzen
  • Stufe 6: Das Einheitsbewusstsein
  • Stufe 7: Das All-Bewusstsein
  • Ja zum normalen Leben
  • Spiritualität und Lebendigkeit
  • Leben und Leben lassen

Modul 9
Die Reise in die eigene Mitte
Das Selbst und phänomenologisch-tiefenpsychologische Therapie
Malte Nelles

  • Das Aufstellungsmodell der Selbstbetrachtung
  • Das Selbst als Ort des Bewusstseins
  • Das Selbst als Bühne der Götter
  • Die Schwierigkeit, man selbst zu sein
  • Phänomenologische Methode in der Aufstellungsarbeit und im Dialog
  • Die Stellung zum Sein: Arena und Theater (W. Giegerich)
  • Wahrnehmung als schöpferischer Akt (B. Hellinger)
  • Freischwebende Aufmerksamkeit (S. Freud)
  • „Die Dinge singen höre ich so gern“ (R. M. Rilke)
  • Die therapeutische Kraft der Bilder
  • Wahrheit als Faktizität, Wahrheit als Geschehen
  • Phänomenologie und Konstruktivismus in der Aufstellungsarbeit

Modul 10
„Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden“
Ende der Ausbildung
Wilfried & Malte Nelles

  • Rückblick und Blick voraus
  • Offener Raum für Fragen, Neues und Altes
  • Abschiedsfeier
  • Das persönliche Abschiedsritual

 

Neben den Inhalten der Module vermittelt die Weiterbildung fortlaufend Hand in Hand die Praxis der Aufstellungsarbeit und einer phänomenologisch orientierten Therapie und Beratung. Hierzu werden u.a. folgende Aspekte behandelt:

Zur Aufstellungsarbeit

  • Das Stellvertreterphänomen
  • Finden, erfinden oder gefunden werden – Wahrheit in Aufstellungen
  • Resonanz und Bewegung
  • Wie, und wie eher nicht? – Aufstellen lernen
  • Kontexte und Unterschiede: Praktische Arbeit in der Ausbildungsgruppe, Kleingruppe, Peer-Gruppe und in der eigenen Praxis
  • Statisches und bewegtes Aufstellen
  • Aufstellungsarbeit mit Formaten
  • Handwerk und Kunst der Aufstellungsarbeit
  • Geschichte der Aufstellungsarbeit und ihrer Weiterentwicklungen
  • Würdigung von Bert Hellingers Lebenswerk
  • Konstruktivismus und Phänomenologie
  • Grunddynamiken in Familien und anderen sozialen Systemen
  • Animus und Anima – Aufstellungen leiten und sich leiten lassen
  • Aufstellungsprozesse verstehen und meistern
  • Vor-, Nach- und Nichtbearbeitung von Aufstellungen
  • Potentiale und Grenzen der Aufstellungsarbeit
  • Verstrickungs- und wachstumsorientierte Perspektive
  • Aufstellungsarbeit mit schwierigen Symptomatiken und Klientengruppen: affektive Störungen, Persönlichkeitsstörungen, Psychosen, Essstörungen etc.
  • Lösungssehnsüchte und Loslösung von Problemen oder „jede Lösung ist der Schritt ins nächste Problem“
  • Grundkonzepte des Familienstellens: Gewissen, Bindungsliebe, Verstrickung
  • Ordnung und Freiheit: Ausgleich, Zugehörigkeit und Rangfolge
  • Die Aufstellung spricht über sich selbst – Prozessarbeit mit Sätzen
  • Ethik-Richtlinien der DGfS und innere Ethik des Herzens

Zur Therapie und Beratung

  • Arbeit mit Übertragung und Gegenübertragung
  • Umgang mit Widerständen
  • Krisenintervention
  • Varianten der Aufstellungsarbeit im Einzelsetting
  • Diagnostische und phänomenologische Perspektive
  • Grenzen und Überschneidungen: Therapie, Beratung, Coaching
  • Grundlagen therapeutischer Gesprächsführung
  • Persönliche Anliegen und seelische Bewegungen
  • Einbindung von Aufstellungen in Therapie- und Beratungsprozesse
  • Therapeutische Qualitäten: Achtsamkeit, Liebe, Ehrlichkeit
  • Wahrnehmung und Achtung von Grenzen
  • Was heilt in der Therapie? (W. Giegerich)
  • Freundschaft (I. Yalom) und Professionalität in der Therapie