Konzept

Phänomenologische Psychologie, Lebensintegrationsprozess und Aufstellungsarbeit

Konzept

Unsere Ausbildungsseminare unterstützen die beruflichen Kompetenzen der Teilnehmenden ebenso wie persönliche Erkenntnis und Reifung. Die einjährige Grundstufe sowie die zweijährige Hauptstufe sind einzeln buchbar. Beide Ausbildungsstufen finden in Kooperation mit dem Nelles-Institut Deutschland (Marmagen/Eifel, Berlin) statt.

Die Ausbildung ist aufgeteilt in 3 Stufen, die aufeinander aufbauen.

Die Ausbildung beginnt mit der Grundstufe. Hier steht der eigene Erfahrungsweg im Vordergrund. An 6 Wochenenden werden der LIP und andere phänomenologische Aufstellungsformate erfahren. Lernen geschieht dabei vorwiegend über eigene Beobachtungen, Wahrnehmungen und Reflexion.

In der Hauptstufe wird das in der Grundstufe Erfahrene schwerpunktmässig in den Bereichen Coaching, Therapie, Beratung und Supervision, Führungskompetenz sowie im Bereich der persönlichen Entwicklung und Reifung vertieft.

Als drittes bieten wir einen eidgenössischen Abschluss an. Im Anschluss oder parallel zur Hauptstufe ist es möglich, sich individuell oder in der Kleingruppe weiter zu qualifizieren um die Voraussetzungen für die eidgenössische Prüfung zum betrieblichen Mentor zugelassen zu werden. Bei Teilnahme an der Prüfung kann über die Subjektfinanzierung die Hälfte des Ausbildungsgeldes zurückverlangt werden.

Theorie

Die theoretische Grundlage der Ausbildung ist das Modell der Bewusstseinsentwicklung, wie es von Dr. Wilfried Nelles entwickelt und auch beschrieben wurde (siehe Literaturliste). Anhand dieses Modells werden individuelle und kollektive Entwicklungen, wie wir sie bei uns selbst, bei Paaren und in der Welt beobachten, sprachlich ausgedrückt und werden so greif-, diskutier-, und veränderbar.

Das Modell beschreibt auf anschauliche Weise sowohl die individuelle als auch die kollektive Entwicklung lebendiger Systeme. Die daraus entstandene Praxis des Lebensintegrationsprozesses (LIP) ermöglicht uns, das Bewusstseinsmodell für den (beruflichen) Alltag dienstbar zu machen.

Methodik und Didaktik

Wir arbeiten vorzugsweise mit der Methode der Repräsentation (Stellvertretung) als eine Form von Schattenarbeit. Durch diese Methode der Stellvertretung, wie sie aus der Aufstellungsarbeit bekannt ist, werden unbewusste Beziehungsdynamiken, sowohl nach innen (ich zu mir) als auch nach aussen (ich zu anderen) sichtbar gemacht. Solche Einsichten die ganz aus dem Moment kommen, setzen eine Kraft frei, die zu klarem, oft unkonventionellem Handeln führt.

Um diese sichtbar gewordene Beziehungsmuster im JETZT zu integrieren, arbeiten wir mit Methoden wie Achtsamkeit, Stille und Zen/Vipassana Meditation.

Weitere didaktisch/methodische Elemente sind Vorträge, kurze Inputs sowie verschiedenen Möglichkeiten aus dem Bereich der Erwachsenenbildung wie Übungen in Kleingruppen sowie Aufgaben für den Alltag.

Haltung

Die in der Ausbildung vermittelte Haltung ist phänomenologisch. Phänomenologische Psychologie ist nach C. G.  Jung die „Psychologie der unmittelbaren Erfahrung“ und kann auch als Psychologie der Gegenwärtigkeit beschrieben werden. Das heisst, ganz mit dem Moment zu gehen und dabei bewusst auf Bewertung zu verzichten.

Das was sich dann im Zwischenraum zwischen ich und du dialogisch entwickelt, lässt sich weder vorhersagen noch steuern. Das, was ist, wird so in seiner ganzen Weite und Tiefe gesehen, erkannt und gemeinsam weiterentwickelt.